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Welches Wasser eignet sich am besten für Tee?

Wir haben oft von unseren Kunden gehört: „Neee, mir schmeckt Grüntee nicht“; oder „Weisser Tee schmeckt doch nach gar nichts.“ Bei einem vorsichtigen Nachfragen stellte sich häufig heraus, dass bei den Kunden Zuhause aus der Leitung Wasser mit einem hohen Härtegrad kam.

Die richtige Wahl des Wassers kann den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem großartigen Tee ausmachen.

Es lohnt sich, die spezifischen Anforderungen der Teesorten zu berücksichtigen und mit verschiedenen Wässern zu experimentieren, um den perfekten Geschmack zu finden. Sowohl für den Tee wie auch für sich selbst.

Es ist offensichtlich: weil Tee mit Wasser zubereitet wird, spielt das Wasser eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung aller Geschmacksnoten, die sich in den Teeblättern befinden. Dabei erfordern verschiedene Teesorten unterschiedliche Wasserqualitäten, um ihr volles Aroma und ihre feinen Nuancen zu entfalten.

Bedeutung der Wasserhärte

Die Wasserhärte wird durch den Gehalt an gelösten Mineralien, insbesondere Calcium- (Ca²⁺) und Magnesiumionen (Mg²⁺), bestimmt. Sie wird in °dH (Grad deutscher Härte) gemessen und lässt sich in drei Kategorien einteilen:

  • Weiches Wasser (0–7 °dH): Wenig Calcium und Magnesium, geschmacksneutral
  • Mittelhartes Wasser (7–14 °dH): Leichter Mineralgehalt, guter Kompromiss
  • Hartes Wasser (über 14 °dH): Hoher Mineralgehalt, oft dominant im Geschmack
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Wasserhärte ermitteln

Die Wasserhärte lässt sich auf verschiedene Weise bestimmen: Zum Beispiel kann man sie ganz einfach über die Online-Wasserhärte-Datenbanken herausfinden oder selbst messen – etwa mit Teststreifen, die sich je nach Härtegrad verfärben. Wer es noch genauer wissen möchte, kann auf spezielle Titrations-Sets oder digitale Messgeräte zurückgreifen, die den Mineralgehalt präzise bestimmen. Auch ein einfacher Seifentest kann einen groben Hinweis geben: Je weniger Schaum sich bildet, desto härter ist das Wasser.

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Allgemeine Anforderungen an Wasser

Zunächst sollte das Wasser frisch und sauber sein, ohne starke Geschmäcker oder Gerüche. Leitungswasser kann oft in Ordnung sein, solange es nicht zu stark gechlort oder mineralisch ist. Mineralisches Leitungswasser besitzt eine höhere Konzentration an gelösten Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Natrium. Diese Mineralien können dem Wasser einen bestimmten Geschmack verleihen und sind oft auch für die sogenannte Wasserhärte verantwortlich.

Grüner Tee
Grüner Tee
Für grünen Tee eignet sich weiches Wasser mit niedrigem Mineralgehalt am besten. Grüner Tee ist empfindlich und benötigt frisches, weiches Wasser, um seine zarten Aromen zu entfalten. 
Ein pH-Wert unter 7 ist optimal.
Schwarzer Tee
Schwarzer Tee
Im Gegensatz dazu profitiert schwarzer Tee von hartem Wasser. Schwarzer Tee kann höhere Temperaturen vertragen, wodurch die Mineralien im Wasser den Geschmack abrunden.
Oolong-Tee
Oolong-Tee
Für Oolong-Tee ist weiches bis mittelhartes Wasser ideal. Oolong-Tee hat eine breite Geschmacksvielfalt, die durch die richtige Wasserqualität hervorgehoben wird. Eine allgemeine Faustregel besagt: je zarter und leichter ein Oolong ist (kürzer fermentiert), desto weicheres Wasser verlangt er, um seine Aromen zu entfalten.
Weißer Tee
Weißer Tee
Weißer Tee benötigt ebenfalls weiches Wasser mit niedrigem Mineralgehalt. Je weicher, desto besser. Dieser zarte Tee entfaltet seine feinen Aromen ausschließlich in sanftem Wasser. Ein neutraler pH-Wert sorgt zudem für eine klare und kräftige Farbe des Tees.
Kräutertee
Kräutertee
Bei Kräutertees und auch Früchtetees hingegen darf auch hartes Wasser genutzt werden. Sie haben oft kräftige Aromen, welche entweder die mineralischen Geschmäcker im Wasser mühelos überdecken oder mit ihnen sogar eine zusätzliche Geschmacksnote bekommen, die harmoniert.

Und was ist mit Mineralwasser?

Mineralwasser kann eine gute Alternative sein, wenn es um die Wahl des Wassers geht, vor allem, wenn das Leitungswasser eine hohen Härtegrad hat und die Lieblingstees zarte, feine Teesorten sind. Dabei sollte ein Mineralwasser mit niedrigem bis mittlerem Mineralgehalt gewählt werden, da zu stark mineralhaltiges Wasser den Geschmack des Tees überlagern kann (und Kalkablagerungen verursachen).

Wenig Mineralien bedeutet: Ein niedriger Gehalt an Kalzium (unter 10 mg/l), Magnesium (unter 30 mg/l) und Hydrogencarbonat (unter 20 mg/l). Außerdem sollte das Mineralwasser kohlensäurefrei sein, d.h. still. Denn auch Kohlensäure beeinträchtigt den Geschmack.

Empfehlungen für Mineralwasser nach Teesorten

  • Grüner Tee
    Für Grünen Tee eignet sich z.B. Mont Roucous mit wenig Kalzium und Magnesium.
  • Schwarzer Tee
    Schwarzer Tee kann von einem mineralreicheren Wasser profitieren, jedoch sollte der Gehalt an Kalzium und Hydrogencarbonat weiterhin niedrig bleiben. Evian kann hier eine gute Wahl sein, da es einen ausgewogenen Geschmack bietet, ohne den Tee zu überlagern.
  • Oolong-Tee
    Weil für Oolong-Tee ebenfalls ein weiches Wasser empfehlenswert ist, können hier Marken wie Plose oder Lauretana verwendet werden, die einen geringen Mineralgehalt aufweisen.
  • Weißer Tee
    Weißer Tee benötigt ein sehr sanftes Wasser, um seine feinen Nuancen zur Geltung zu bringen. Hier sind mineralstoffarme Wässer wie Mont Roucous ideal.
  • Kräutertee
    Kräutertees können von einem etwas mineralreicheren Wasser profitieren, jedoch sollte auch hier der Calcium- und Magnesiumgehalt niedrig gehalten werden (siehe Schwarzer Tee).
Destilliertes Wasser für Tee
Destilliertes Wasser für Tee

Destilliertes Wasser enthält keine Mineralien, wodurch Tee flach und geschmacklos wird.

Eine weitere Möglichkeit – der Wasserfilter

Alternativ oder auch zusätzlich kann ein guter Wasserfilter helfen, unerwünschte Chemikalien und Geschmäcker zu entfernen und die Qualität des Wassers zu verbessern.

Für die Zubereitung von Tee sind die Wasserfilter BRITA Marella und der AQUAPHOR Provence besonders empfehlenswert, da sie eine gute Balance zwischen Preis und Leistung bieten und die Wasserqualität erheblich verbessern. Die Wahl des Filters hängt jedoch auch von individuellen Vorlieben ab, insbesondere in Bezug auf das Fassungsvermögen und die Art der Filtertechnologie. Durch die Verwendung eines hochwertigen Wasserfilters kann das Aroma des Tees optimal zur Geltung kommen.

Und nicht zu vergessen: Richtige Wassertemperatur ist entscheidend

Die Temperatur des Wassers beeinflusst die Freisetzung der Aromen und Bitterstoffe:

  • Grüner Tee: 60–80°C (zu heißes Wasser macht ihn bitter)
  • Weißer Tee: 70–80°C
  • Oolong Tee: 80–90°C
  • Schwarzer Tee: 90–100°C
  • Kräuter- & Früchtetee: 100°C (um alle Aromen und Inhaltsstoffe freizusetzen)
Tipp: Falls du keinen Wasserkocher mit Temperatureinstellung hast, kannst du das Wasser nach dem Aufkochen kurz stehen lassen:
  • Nach 1 Minute: ca. 90 °C
  • Nach 3 Minuten: ca. 80 °C
  • Nach 5 Minuten: ca. 70 °C

Wasser für Tee – unser Fazit

  • Weiches, frisches Wasser ist ideal
  • Die richtige Temperatur für jede Teesorte beachten
  • Wasser nicht mehrfach aufkochen
  • Kein destilliertes oder stark mineralisiertes Wasser nutzen
  • Ein Wasserfilter kann helfen, die Qualität zu verbessern

Hier geht die Tee-Reise weiter: