Salz im Tee
Geringere Bitterkeit, Vertiefung des Teegeschmacks, natürliche Elektrolyte
Was im ersten Moment wie eine neumodische Idee wirkt, hat seine Wurzeln in einer langen traditionellen Verbindung zwischen Tee und Salz. In China war es bereits während der Tang-Dynastie üblich, Salz in den Tee zu geben. In vielen Teilen Asiens ist Salz im Tee auch heute noch üblich.
Die Hakka-Kultur in Südchina gibt es ein klassisches Frühstück:
Teeblätter, geröstete Nüsse und Körner, Salz (manchmal auch Zucker) werden in einem Mörser zerstoßen und als Tee getrunken. Häufig werden zusätzlich Kräuter mit einer medizinischen Wirkung verwendet, um den Tee noch gesünder zu machen. Im Winter kann man zusätzlich Ingwer oder Schalotten hinzufügen.
In Indien salzen Kaschmiris und Bengalen häufig ihre Tees wie Noon Chai und Lebu Cha. Ersterer ist eine Mischung aus grünem Tee, Milch, Salz und Backpulver, während letzterer ein würziger Aufguss aus schwarzem Tee, Zitrone, Steinsalz und Gewürzen ist.
Die Geschichte von Maimeicuo und Wendunba
Zwei verfeindete Stämme, die Xia und die Nu, lebten in einem Land, das durch einen Fluss getrennt war. Maimeicuo, die Tochter des Anführers der Xia, hütete Schafe auf ihrer Seite des Flusses. Wendunba, der Sohn des Anführers der Nu, hütete die Schafe am gegenüberliegenden Ufer. So sahen sie sich jeden Tag und im Laufe der Zeit verliebten sie sich ineinander. Jeden Morgen brachten sie ihre Schafe zum Fluss und verbrachten die Tage gemeinsam. Doch eines Tages wurde ihre Liebesbeziehung entdeckt und keiner der beiden Stämme wollte das tolerieren. Die Xia schickten ihre Männer los und töteten Wendunba.
Maimeicuos Herz war gebrochen. Während der Einäscherungszeremonie von Wendunba sprang sie in die Flammen und verbrannte zusammen mit ihrem Geliebten. Der Geist von Wendunba flog in den Norden von Tibet, wo er zum Salz in einem See wurde. Der Geist von Maimeicuo flog nach Sichuan (Szechuan) in China und wurde zur Teepflanze. Buddha war von ihrer Liebe sehr bewegt, und so schickte er tibetische Händler nach China, um Tee zu holen und in den Norden von Tibet, um Salz zu holen. Er veranlasste sie, Salz in den Tee zu geben, damit die beiden Liebenden endlich wieder zusammen sein können.
Wichtig: Da die meisten Menschen in ihrer täglichen Nahrung bereits genug Salz zu sich nehmen, ist es wichtig, wirklich nur minimale Mengen von Salz zu verwenden – so, dass man es im Tee im Grunde genommen gar nicht schmecken kann.
Für die Zugabe von Salz im Tee eignen sich am besten kräftige Teesorten, wie kräftige Schwarztees, Pu Erh oder auch lange fermentierte Oolongs sowie Mischungen mit Gewürzen und die süßen indischen Chai-Milchtees. Bei leichten und zarten Tees – wie bei weißem oder grünem Tee – ist es nicht zu empfehlen.