Der beste Schwarze Tee
Wenn bei den “World Tea Championships” die Tassen erhoben werden, schlagen die Genießerherzen höher. Jedes Jahr zeichnen Spezialisten auf dem international angesehenen Treffen die besten Hersteller und deren Teegärten aus aller Welt für ihre Tees aus.
Was bei Schwarztee gut und besser bedeutet, ist nicht nur eine Frage der persönlichen Vorliebe der Jurorinnen. Hochwertiger Geschmack ist klar messbar und kann in Kategorien eingeteilt werden. Eine Rolle spielen Wachstumsbedingungen, Erntezeitpunkt, die Qualität der Teeblätter, Kenntnisse der Teemeister bei der Verarbeitung und auch die Reinheit der Tees, die in den Teeküchen ankommen.
Doch was steckt hinter Pekoe, First Flush, Bio-Labels und der Einteilung der besten Schwarztees in “Leaf Grades” oder Blattqualität? Von Messbarkeit, Vorlieben der Teeliebhaber - oder "FTGFOP - Far too good for other people”.
Die Suche nach dem besten Schwarztee
5 Faktoren der besten schwarzen Tees
Ganze Blätter der Frühjahrsernte - aus dem First Flush - werden bei Kennern hoch gehandelt. Sie sind kleiner als die Blätter der Sommerernte und zeigen markante weiße Härchen - die Ernte enthält manchmal auch geschlossene Blattknospen. Wir zeigen 5 Faktoren, und wie diese vom besten schwarzen Tee erfüllt werden.
1. Zeitpunkt der Ernte
2. Zustand der Blätter
Der Zustand der Blätter nach der Ernte ist nur ein Teil der Qualität: Wichtig ist, wie die Blätter in der Tasse ankommen. Die besten Tees zeichnen sich durch ganze Blätter oder Blattspitzen aus.
Dafür ist die Ernte und Verarbeitung von Hand ein wichtiges Merkmal.
3. Fertigkeiten der Teemeister
4. Frische und Lagerung
5. Zubereitung
Schwarzer Tee: Graduierung von Qualität
Fannings und Dust
Ob die Blätter dieser Kategorie für die besten Tees verwendet werden können? Darüber lässt sich wohl streiten. Fannings sind ca. 1 mm große Blätter bis Blattteile und als Dust oder Staub werden die Reste bezeichnet. Vorteil dieser sehr kleinen Bestandteile ist, dass sie ihr kräftiges Aroma schnell an das heiße Wasser abgeben - wie für Teebeutel geeignet.
Es muss nicht (immer) beste Qualität sein
Mit den ersten Erfahrungen der Tees höherer Güte wächst das Verlangen, sich ein paar der besten schwarzen Tees hinten im Teeregal zu verstecken. Far too good for other people - oder eben so gut, dass man sie eher ungern teilt. Doch die höchste Qualität der Whole Leaf Tees muss nicht immer der Mindestanspruch sein - so gibt es viele Tees der Broken Leaf Qualität, welche seit vielen Jahren Anerkennung in der Teeszene haben.
Besonders da in der Herstellung schwarzer Tees ein intensives Aufbrechen durch Crush-Tear-Curl erfolgt, sind viele der Sorten zerkleinert und dennoch einfach lecker und für den Alltag, Gäste und auch gute Freunde geeignet. Verglichen mit anderen leiblichen Genüssen kann man feststellen, dass nicht jede gute Mahlzeit oder das Lieblingsessen ein 4-Sterne-Menü sein muss.